Umwelt

Der touristische Klima-Fußabdruck
Unsere Umwelt ist ein kostbares Gut, das es zu erhalten gilt.
Vielen Dank, dass Sie sich für einen Aufenthalt im Ostseebad Göhren entschieden haben. Wir freuen uns sehr, Ihnen eine einzigartige Naturlandschaft und Umwelt bieten zu können, schließlich soll die schönste Zeit des Jahres, Ihr Urlaub, auch etwas ganz besonderes sein. Selbstverständlich hinterlassen Sie bei einem Besuch hier in Göhren auch Ihre Spuren, beispielsweise durch Ihre Fußabdrücke im weißen, feinen Sand. Genießen Sie das weiche Gefühl des nachgebenden Sandes und spüren Sie seine einzigartige Wirkung für Ihre Entspannung.
In Zeiten des Klimawandels entsteht oft die Frage, wie es denn mit den verschiedensten Reisezielen in Bezug auf die klimatischen Veränderungen bestellt ist.
Der World Wide Fund For Nature (WWF), eine der größten Naturschutzorganisationen der Welt, hat den "touristischen Klima-Fußabdruck", also die Umweltauswirkungen von Urlaubsreisen, untersucht. Dabei sind ausgesuchte Reiseziele auf der Welt analysiert worden. Im Ergebnis ist allgemein festgestellt worden, dass die Treibhausgasemissionen durch das Reisen immer stärker an Bedeutung gewinnen. Der Tourismus ist mit fünf Prozent aller Treibhausgasemissionen beteiligt. Für diese Entwicklung sind die Wahl des Verkehrsmittels für An- und Abreise sowie die Entfernung zum Zielort die entscheidenden Faktoren. Insbesondere Flugreisen sorgen für verstärkt negative Auswirkungen auf das Klima.
Der WWF hat das Reiseverhalten der Deutschen analysiert und anhand typischer Beispielreisen nach nah und fern berechnet, welchen Klima-Fußabdruck unsere beliebtesten Urlaubsreisen hinterlassen. In die Berechnung des touristischen Klima-Fußabdrucks flossen ein: An- und Abreise (Entfernung, gewählte Verkehrsmittel, Zahl der Reisenden), Unterkunft (Art der Beherbergung, Reisezeitpunkt, Reisedauer), Verpflegung (Anzahl der warmen Mahlzeiten, gehobene oder normale Gastronomie), Aktivitäten (Entfernung, gewählte Verkehrsmittel, Zahl der Ausflügler). Dabei hat sich ergeben, dass ein Urlaub auf der Insel Rügen und somit auch im Ostseebad Göhren, betrachtet man den CO2-Ausstoß, eine sehr umweltschonende Urlaubsalternative im Vergleich der An- und Abreise der sieben getesteten Reiseziele ist. Im Vergleich:
- Der touristische Klima-Fußabdruck für eine Reise nach Mallorca beträgt pro Person 1.221 kg CO2, wobei hier insbesondere die An- und Abreise mit 925 kg ins Gewicht fällt.
- Der touristische Fußabdruck für eine Reise nach Mexiko beträgt 7.218 kg CO2 pro Person. Der Anteil der An- und Abreise beträgt hier 6.361 kg.
- Der touristische Klima-Fußabdruck für eine Reise nach Ober-Italien, beträgt 216 kg CO2 pro Person. Bei dieser Reise sind vor allem die unterkunftsbezogenen Emissionen von Bedeutung aufgrund des hohen Stromverbrauchs.
- Für einen Ferienaufenthalt an der Ostseeküste auf der Insel Rügen ist der touristische Klima-Fußabdruck 258 kg CO2 pro Person. Hier entstehen insbesondere bei der An- und Abreise sehr geringe Belastungen in Höhe von nur 80 kg, da der PKW mit mehreren Personen besetzt ist. Es wird außerdem der Hinweis gegeben, dass
vor Ort Fahrradausflüge und Bootsfahrten genutzt werden sollten, um die einzigartige Natur zu entdecken.
- Für einen Urlaubsaufenthalt in Oberstdorf beträgt der touristische Fußabdruck 297 kg CO2 pro Person. Hier entsteht der größte Anteil an CO2-Ausstoß bei der Unterkunft aufgrund des Energieaufwandes.
- Beim Ski-Spaß in Vorarlberg beträgt der touristische Klima-Fußabdruck 422 kg CO2 pro Person. Der größte Anteil entsteht dabei durch die An- und Abreise, da als
Startort Dresden gewählt worden ist.
- Eine Kreuzfahrt im Mittelmeer hinterlässt einen touristischen Klima-Fußabdruck von 1.224 kg CO2 pro Person. Die An- und Abreise mit dem Flugzeug hat hierbei den
größten Anteil am Gesamtausstoß von CO2. Die Unterkunft "Kreuzfahrtschiff" kommt jedoch aufgrund des erheblichen Energieaufwandes unterwegs der An- und
Abreise sehr nahe.

Weitere Informationen zu diesem Bericht erhalten Sie unter wwf.de.

Biosphärenreservat
Wilde Wiesen
Biosphärenreservate unterscheiden sich von Nationalparks, denn es geht nicht allein um den Schutz unberührter Natur. Ein Biosphärenreservat ist eine Kulturlandschaft, die neben ihrer einmaligen Natur auch durch ihre kulturelle Vielfalt einzigartig ist. Der Mensch hat in diesem Gebiet über einen langen Zeitraum seine Spuren hinterlassen. Die Zeugnisse menschlicher Siedlung und Kultur sind allgegenwärtig und reichen von Großsteingräbern der Jungsteinzeit, über die bronzezeitlichen Hügelgräber, die slawischen Burgwälle, die mittelalterlichen Kirchen und Dorfstrukturen, den Klassizismus und die Bäderarchitektur bis in die Moderne. Die spektakuläre Natur des Rügener Küstenraumes wird besonders durch die tiefe Verzahnung von Land und Meer gekennzeichnet. Breite Sandstrände wechseln sich mit schroffen Steilküsten ab. Halbinseln und Küstenvorsprünge werden durch Boddengewässer und Wieken voneinander getrennt.

Das Biosphärenreservat Südost Rügen ist ein repräsentativer Ausschnitt des nordostdeutschen Tieflandes mit allen Landschafts- und Küstenformen des mecklenburg-vorpommerischen Küstengebietes auf kleinstem Raum.

Es wurde 1990 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Biosphärenreservate sind Modellstandorte. Sie dienen der Erforschung und dem Schutz der nachhaltigen Entwicklung in einer bestimmten Region. Geschützt werden die Erhaltung der Landschaft und des Ökosystems, sowie die Erhaltung von Arten und genetischer Vielfalt. Geforscht wird auf dem Gebiet verschiedener Umweltschutzthemen, lokaler, regionaler, nationaler und sogar weltweiter Natur. Die Vereinbarkeit von wirtschaftlicher Nutzung und nachhaltigem Schutz ist ein wichtiger Punkt innerhalb der Untersuchungen.

Biosphärenreservate sind räumlich in drei Zonen gegliedert:

Uferschwalben beobachten Kernzonen: Die Kernzone unterliegt strengen Schutzzielen. Kernzonen sind von jeglicher Nutzung ausgeschlossen. Die Natur bleibt sich selbst überlassen.

Pflegezonen: Pflegezonen grenzen an die Kernzonen. Hier darf nur eine schonende und naturnahe Landnutzung stattfinden.

Entwicklungszonen: Zonen in denen eine Bewirtschaftung unter dem besonderen Aspekt der Nachhaltigkeit gefördert und entwickelt wird.

Im AVR-Family Club Göhren haben Sie die Möglichkeit, Rügens Natur mit allen Sinnen zu erleben. Gemeinsam mit dem WWF und dem Naturschutzbund hat der AVR-Family Club ein einmaliges Projekt ins Leben gerufen. Junge Ökologen aus ganz Deutschland wollen ihr Wissen und ihre Begeisterung mit den Urlaubsgästen teilen. Das Projekt verbindet Abenteuer, Spaß, Wissen, und Umweltengagement und ist besonders für Kinder eine großartige Erfahrung. Werden Sie Urlaubsranger auf Rügen und entdecken Sie das einzigartige Biosphärenreservat Südost Rügen.

Weitere Infos:

urlaubsranger.de

Blaue Flagge
Das Ostseebad Göhren erhält regelmäßig die Auszeichnung mit der "Blauen Flagge". Sie sehen diese in Göhren am Zugang zur Seebrücke im Wind wehen. Doch was ist die "Blaue Flagge" überhaupt und wofür steht sie?
Seit dem Jahr 1987 wird die "Blaue Flagge" vergeben. Diese Auszeichnung wird verliehen, wenn bestimmte Anforderungen bezüglich des Umweltmanagements und der Umweltkommunikation erfüllt sind, ausreichende Entsorgungsbereiche für (Sonder-)Abfälle und Abwasser und die standardgemäßen Sicherheitsaspekte beachtet werden. Die "Blaue Flagge" steht somit als Symbol für die Einhaltung und Beachtung von Regeln, die eine Vergleichbarkeit in Bezug auf die Qualität der Badegewässer und ihrer Umgebung herstellen. Die "Blaue Flagge" wird immer nur für ein Jahr vergeben.

Das Wasser der Badestellen, die sich um die "Blaue Flagge" bewerben, wird entsprechend der EU-Badegewässerrichtlinie nach mikrobiologischen und physikalisch- chemischen Parametern im Abstand von 14 Tagen untersucht. Diese Parameter werden nach Grenz- und Richtwerten unterschieden. Für die Auszeichnung mit der "Blauen Europa-Flagge" gelten ausschließlich die anspruchsvollen Richtwerte, die während der gesamten Badesaison nicht überschritten werden dürfen. Die Abwasserentsorgung wird ebenfalls nach den Anforderungen der EU-Abwasserrichtlinie überprüft.

Umweltmanagement und Sicherheitsaspekte
Für die mit der "Blauen Flagge" ausgezeichneten Orte ist die Pflege der Badestelle oberstes Gebot. Sie gewährleisten eine umweltgerechte Abfallentsorgung. Naturbelassene Abschnitte werden durch den Freizeitbereich nicht gefährdet. Sanitär- und Sicherheitseinrichtungen sind in ausreichender Anzahl vorhanden und allgemein zugänglich. Die mit der "Blauen Flagge" ausgezeichneten Orte wenden sich der Lösung lokaler Umweltfragen zu. Anstehende Probleme werden offen diskutiert und mit Vertretern von ortsansässigen Einrichtungen, der Wirtschaft und des Gewerbes gemeinsam gelöst.

Umweltkommunikation vor Ort
In Orten mit Badestellen oder auf dem Gelände von Sportvereinen, wo die "Blaue Flagge" weht, werden Einwohner, Vereinsmitglieder und Gäste zu sensiblerem Umgang mit Umwelt und Natur aufgefordert und tragen so zu deren Erhaltung bei. Aufklärung von Touristen und Einwohnern zu umweltgerechtem Verhalten sind Schwerpunkte in der Arbeit derjenigen, die diese jährlich verliehene Auszeichnung "Blaue Flagge” erhalten.
Umweltgerechtes Verhalten in sensiblen Naturbereichen und innerhalb des Fahrreviers sowie die ordnungsgemäße Entsorgung von Abfällen, wie z.B. Altöl und Bilgewasser, haben erste Priorität.










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